01.12.2024

Serviced Apartments als Assetklasse: 6 Vorteile für Investoren | stay awesome

Hotels & Apartments

Zwischen klassischem Wohnen und Hotellerie hatsich in den letzten Jahren eine Assetklasse etabliert, die das Beste aus beidenWelten verbindet: Serviced Apartments. Was lange als Nische galt, ist heuteeines der dynamischsten Segmente der Hospitality-Branche – mit stabilenErträgen, schlanken Betriebskosten und einer Nachfrage, die durch Remote Work,Projektarbeit und Fachkräftemobilität strukturell wächst. In diesem Beitragzeigen wir, warum Serviced Apartments als Assetklasse für Investoren so interessantsind – und wo die Risiken liegen.

modernes Serviced Apartment, Himmelsstürmer Apartments

Was sind Serviced Apartments?

Serviced Apartments sind voll möblierteWohneinheiten mit eigener Küche oder Küchenzeile, die wie ein Hotelprofessionell betrieben werden – aber auf längere Aufenthalte ausgelegt sind.Typische Aufenthaltsdauern reichen von wenigen Nächten bis zu mehreren Monaten.Die Zielgruppen: Geschäftsreisende und Projektarbeiter, Menschen im Umzug oderin der Relocation, Workation-Gäste und Städtereisende, die mehr Unabhängigkeitwollen als ein Hotelzimmer bietet.

Für die Immobilie bedeutet das: hotelähnlicheErträge bei deutlich reduziertem Betriebsaufwand. Genau diese Kombination machtdas Segment als Assetklasse attraktiv.

Vorteil 1: Schlanker Betrieb,bessere Marge

Ein klassisches Hotel lebt von Personal:Rezeption rund um die Uhr, Restaurant, Bankett, tägliches Housekeeping.Serviced Apartments kommen mit einem Bruchteil davon aus. Digitaler Check-in,wöchentliche statt tägliche Reinigung, kein Food-&-Beverage-Bereich – derPersonalkostenanteil liegt strukturell deutlich unter dem der Vollhotellerie.

Für Investoren heißt das: Ein größerer Teil desUmsatzes kommt unten an. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel und steigendenLohnkosten ist ein Betriebsmodell, das mit wenig Personal skaliert, einhandfester struktureller Vorteil – kein temporärer Effekt.

Vorteil 2: Längere Aufenthalte,stabilere Auslastung

Wo ein Stadthotel seine Zimmer jede Nacht neuverkaufen muss, bucht der typische Longstay-Gast Wochen oder Monate im Voraus.Das glättet die Auslastungskurve erheblich: weniger Abhängigkeit vonWochentagen, Saisons und Einzelevents, weniger Buchungsfluktuation, planbarereCashflows.

Dazu kommt ein oft unterschätzter Effekt:Längere Aufenthalte bedeuten weniger An- und Abreisen – und damit wenigerReinigungskosten, weniger Verschleiß und weniger administrativen Aufwand probelegter Nacht.

Vorteil 3: Geringere Abhängigkeitvon Buchungsportalen

Longstay-Buchungen entstehen häufig überFirmenkontingente, Direktanfragen und wiederkehrende Geschäftsbeziehungen –nicht ausschließlich über OTAs. Jeder Prozentpunkt Direktbuchungsquote spartVermittlungsprovision und stärkt die eigene Gästebeziehung. Wer Unternehmen inder Region als Stammkunden gewinnt, baut sich einen Buchungssockel auf, denkein Portal-Algorithmus wegnehmen kann.

Vorteil 4: Krisenresilienz

Die Pandemie war der Stresstest derHospitality-Branche – und Serviced Apartments haben ihn im Branchenvergleichbemerkenswert gut bestanden. Während Tagungs- und Städtehotellerie einbrachen,blieben Longstay-Konzepte durch Projektarbeiter, Pendler und Relocation-Gästevergleichsweise stabil belegt. Eigene Küche, eigenständiges Wohnen, wenigKontaktflächen: Das Produkt passte zur Lage.

Diese Resilienz ist mehr als eineCorona-Anekdote. Sie zeigt, dass die Nachfragebasis breiter und wenigerkonjunktursensibel ist als in der klassischen Hotellerie – ein Argument, das injeder Portfolio-Betrachtung Gewicht hat.

Vorteil 5: StrukturellesNachfragewachstum

Mehrere Megatrends spielen dem Segment in dieKarten:

•   Remote &flexible Arbeit: Projekteinsätze,hybride Teams und Workation verlängern Aufenthalte und entkoppeln sie vomklassischen Geschäftsreisezyklus.

•   Fachkräftemobilität:Internationale Recruiting-Pipelines brauchenWohnlösungen für die ersten Wochen und Monate – möbliert, flexibel, sofortverfügbar.

•   UrbanerWohnraummangel: In angespanntenWohnungsmärkten sind flexible, möblierte Einheiten oft die einzige kurzfristigverfügbare Option.

•   Aufholpotenzial: Das Segment wächst von einer kleinen Basis – inDeutschland ist der Markt im Vergleich zu UK oder den USA noch deutlichunterversorgt.

Vorteil 6: Diversifikation imImmobilienportfolio

Serviced Apartments verhalten sich weder wieklassische Wohnimmobilien noch wie Hotels oder Büros. Die Erträge sinddynamischer als bei langfristigen Wohnmietverträgen – Preise lassen sichlaufend an Markt und Inflation anpassen –, aber stabiler als im tagesgetriebenenHotelgeschäft. Im Portfolio wirken sie damit als Bindeglied: mehrRendite-Upside als Wohnen, mehr Stabilität als Hotellerie.

Interessant wird die Assetklasse zusätzlichdurch neue Beteiligungsmodelle: Tokenisierung und Fractional Ownership senkendie Einstiegshürden und machen Beteiligungen an einzelnen Häusern auch fürkleinere Tickets zugänglich. [Interne Links: Artikel „Tokenisierung vonImmobilien“ und „Fractional Ownership – Anteiliger Besitz“]